KUNST.GESPRÄCH im Rathaus Herten

Am Dienstag, den 16. Oktober 2018 um 18.30 Uhr lädt die Hertener Initiative STADT.KUNST zum turnusmäßigen KUNST.GESPRÄCH ein. Diesmal geht es um die von der berühmten Berliner Bildhauerin Renée Sintenis geschaffenen Bronze „Großes Vollblutfohlen“, das 2006 für besondere Aufmerksamkeit sorgte, als es über Nacht von seinem Standort vor dem Hertener Rathaus entwendet und einige Zeit später zersägt bei einem Metallhändler wieder aufgefunden wurde. Der Recklinghäuser Bildhauer Heinrich Brockmeier hat die Skulptur dann wiederhergestellt. Inzwischen steht sie gesichert im Foyer des 1. Obergeschosses im Hertener Rathaus. Diese Skulptur und ihre schillernde Schöpferin Renée Sintenis werden Thema des Kunstgesprächs sein, durch das der Vorsitzende der Initiative Stadtkultur Wolfgang Seidel und der für den Kulturbereich zuständige Fachbereichsleiter Peter Brautmeier führen werden.

Rolf Schettler, Geschäftsführer der gleichnamigen Hertener Immobiliengruppe und selber begeisterter Sammler von Pferdeskulpturen, wird zum Vergleich eine Kleinplastik derselben Künstlerin und ihres Schülers Jochen Ihle mitbringen. Da Renée Sintenis zur Zeit des Nationalsozialismus zu den „entarteten“ Künstlern gezählt wurde und weitgehendes Ausstellungsverbot hatte, nach dem 2. Weltkrieg aber als Professorin an der Berliner Akademie der Künste gearbeitet hat, ist für reichlich Gesprächsstoff gesorgt.

Zu dem besteht die Gelegenheit, die ebenfalls im Rathaus aufgestellte Skulpturengruppe „Musikanten“ von Joseph Krautwald und das Glasobjekt „Kreis in Farben“ des Bochumer Künstlers Ignatius Geitel zu betrachten und zu diskutieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Organisatoren freuen sich über eine rege Beteiligung.