Süder Markt

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Mit dem Nahversorgungszentrum SÜDER MARKT in Herten-Süd gelang den Schettler Unternehmungen 1987 der Einstieg in die Projektentwicklung auf Industriebrachen. Der ehemalige Betriebshof der Vestischen Straßenbahnen in Herten-Süd an der Kreuzung Ewaldstraße / Herner Straße / Schützenstraße gelegen, war bereits etliche Jahre vorher in das neue Gewerbegebiet an der Westerholter Straße ausgelagert worden. Das alte Stellmacherhaus war zu einem Kulturzentrum unter dem Namen „Bürgerhaus Süd“ umgebaut worden. Als nach langwieriger kommunal politischer Diskussion die Entscheidung gefallen war, das vielen Hertenern ans Herz gewachsene alte Pförtnerhäuschen abzureißen, war der Weg offen für eine großzügige neue städtebauliche Lösung.

Mit der Ansiedlung eines ALDI-Marktes, Tür an Tür mit einem PLUS-Markt, erhielt der städtebaulich und infrastrukturell bis dahin etwas vernachlässigte südliche Teil der Stadt Herten einen neuen Mittelpunkt. Zuvor war Herten-Süd aufgrund der unmittelbaren Nähe zu dem Bergwerk Ewald geprägt durch den Bergarbeiterwohnungsbau.

1988 wurde der 1. Bauabschnitt mit den beiden schon genannten Supermärkten auf insgesamt 1.525 m² gewerblicher Nutzfläche sowie 35 öffentlich geförderte Altenwohnungen fertiggestellt. Ein Jahr später schloss sich die Dienstleistungszeile SÜDER MARKT 1-7 an, mit weiteren sieben Ladenlokalen, unter anderem für die Schlecker Drogeriemärkte, die Sparkasse Vest Recklinghausen, ein Reisebüro, ein Damenoberbekleidungsgeschäft, ein Frisörsalon und das weit über Herten hinaus bekannte Eiscafé La Bauta. Auch hier entstanden 17 öffentlich geförderte Familienwohnungen, architektonisch schon deshalb besonders interessant gelöst, weil die Wohnungszugänge auf der Rückseite des Gebäudes angeordnet waren. Nach Worten des Planers Architekt Dipl.-Ing. Helmut Jeromin ist es bei diesen Gebäuden gelungen, keine Vor- und Rückseite, sondern gleichsam vier Vorderseiten zu konzipieren.

Der 3. und letzte Bauabschnitt wurde 1990 fertiggestellt und umschloss damit den neugestalteten Marktplatz SÜDER MARKT endgültig mit vier weiteren Ladenlokalen und 20 Wohnungseinheiten. Besonderer Vorzug des gesamten Nahversorgungszentrums ist der große öffentliche Parkplatz mit 79 Stellplätzen, der für Dauermieter mit einer Tiefgarage unterzogen wurde.

Wohnen in Herten-Süd heißt seither alle Vorzüge des urbanen Wohnens nutzen zu können, kombiniert mit ansprechender Architektur und großzügigen Freiräumen.