Intensive Interessensvertretung zahlt sich aus – Weichen für dereguliertes, kostengünstiges Bauen gestellt.

13.02.2018 – Der BFW NRW veröffentlichte auf seiner Mitgliederversammlung mit anschließendem Neujahrsempfang hervorragende Resultate in der politischen Interessensvertretung. Ehemaliger Bauminister und CDU-MdB Oliver Wittke lobte die Regierungsbildung in NRW und wiederholte das Vorhaben des Bundes, 1.5 Millionen neue Wohnungen in Deutschland zu schaffen.

2017 war für den BFW Nordrhein-Westfalen ein erfolgreiches Jahr. Der Verband hat einen Mitglieder-Rekordzuwachs verzeichnen können, und mit dem Moratorium der Landesbauordnung wurden kurz vor Jahresende wesentliche Verschärfungen im Wohnungsneubau gestoppt. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass 2018 die Weichen für einfaches, kostengünstiges und schnelles Bauen gestellt werden.

Um den Mitgliedern einerseits für ihre Treue herzlich zu danken, und andererseits neue Gesichter begrüßen zu dürfen, lud der BFW NRW schon zum zweiten Mal zur Mitgliederversammlung mit 120 Gästen und anschließendem Neujahrsempfang in das Maxhaus in Düsseldorf ein.

„Das Jahr 2017 war bestimmt durch zwei Wahlen und die Frage, ob und was sich dadurch alles ändern wird. Wir blicken sehr gespannt nach Berlin, wo die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD weiterlaufen und ich freue ich mich, dass wir zu diesem Thema mit Oliver Wittke einen Experten bei uns haben, der uns vielleicht mehr als das berichten kann, was sich derzeit den Medien entnehmen lässt“, so Martin Dornieden, Vorstandsvorsitzender des BFW NRW in seiner Eröffnungsrede zum Neujahrsempfang.

Das Grußwort hielt Bundesgeschäftsführer Christian Bruch. Er wünsche sich von der Politik vor allem, dass „Ziele, aber keine Wege vorgegeben werden“, ein Jahr „ohne einen neuen Wechsel von Gesetzen und Regulierung, war durchaus zu begrüßen“.

Oliver Wittke, ehemals Minister für Bauen und Wohnen des Landes NRW und aktuell erneut für die CDU als Abgeordneter im Bundestagkonnte aus Verbandssicht positive Stellungnahme zu den Koalitionsverhandlungen beziehen: „Die Union will Genehmigungsverfahren beschleunigen, und die Rahmenbedingung dafür nicht nur in den Kommunen, sondern auch im politischen Berlin schaffen, um vor Ort schnell handeln zu können.“ Außerdem setze er sich dafür ein, dass „Eigentum gefördert werden soll“. Hierzu sollen insbesondere einkommensschwache Familien mit wenig Eigenkapitalunterstützt werden. Das Baukindergeld ist eine Maßnahme davon. Des Weiteren wiederholte er das Vorhaben, in der laufenden Legislaturperiode 1,5 Millionen neue Wohnungen in Deutschland zu schaffen. Das bekäme man aber nur hin, wenn „die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn man dafür sorgt, das Bauen, Vermieten, Eigentum bilden, eine gute Grundlage im Land hat. Das bekommt man nur gemeinsam mit Wohnungs-und Bauwirtschaft, und allen anderen Akteuren hin.“

Für 70-, 50- und 30-jährige Mitgliedschaft wurden beim BFW-Neujahrsempfang geehrt (s. Foto (BFW NRW)): Dietrich Steffens (Mitte) für die Unternehmensgruppe Steffens in Düsseldorf, Dirk Salewski (3. v. rechts) von der Beta Eigenheim in Bergkamen und Dirk Lindner (2. v. r.) von der GEBAU-Gruppe in Düsseldorf. Es gratulierten der BFW- Landesvorsitzende Martin Dornieden (3. v. l.) und sein Stellvertreter Rolf Schettler (rechts).

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitgliedsunternehmen an. Als Spitzenverband wird der BFW von Landesparlamenten und Bundestag bei branchenrelevanten Gesetzgebungsverfahren angehört.
Die Mitgliedsunternehmen stehen für 50% des Wohnungs- und 30% des Gewerbeneubaus. Sie prägen damit entscheidend die derzeitigen und die zukünftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen in Deutschland. Mit einem Wohnungsbestand von 3,1 Millionen Wohnungen verwalten sie einen Anteil von mehr als 14% des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in der Bundesrepublik. Zudem verwalten die Mitgliedsunternehmen Gewerberäume von ca. 38 Millionen Quadratmetern Nutzfläche.
Der BFW NRW vertritt die Interessen von 200 Mitgliedern und ist als Unternehmerverband der Ansprechpartner für wohnungs-wirtschaftliche und wohnungs-politische Fragestellungen.